Wieso müssen Hunde in der Kurve nicht abbremsen?
Wieso müssen Hunde in der Kurve nicht abbremsen?
Wenn wir Menschen um eine Kurve rennen, müssen wir jedes Mal das Tempo verringern. Auch olympische Sprinter haben noch keinen Weg gefunden, schnell in die Kurve zu rennen.
Die britischen Forscher haben auf Hunderennen festgestellt, dass Windhunde ihr Tempo in einer Kurve unvermindert halten können.
Wir, zweibeinigen Menschen, können davon nur träumen. Unsere Beinmuskeln müssen während dem Rennen nicht nur für Tempo sorgen, sondern auch unser Körpergewicht tragen. Zusätzlich kommt in der Kurve noch die physikalische Kraft Zentripetalkraft dazu, mit der unsere Beine auch zu recht kommen müssen. Die Zentripetalkraft zieht unseren Körper stark zum Kurvenmittelpunkt und je enger die Kurve ist, desto stärker ist das Empfinden. Denn wir fühlen unser Körpergewicht nun viel stärker und wirken schwerfällig.
Der menschliche Sprinter muss diese stärkere Belastung nun ausgleichen. Dazu sucht er mehr Bodenkontakt, das bedeutet, dass er auf der gleichen Strecke häufiger auftritt. Der Sportler muss kleinere Schritte machen und wird dabei langsamer. Einfach gesagt: Damit die Belastung nicht zu hoch wird, muss der Sprinter das Tempo verlangsamen.
Der Hund würde auf keinen Fall das Tempo in der Kurve verringern - er muss doch so schnell wie möglich ans Ziel kommen! Nein, Hunde machen eine gezielte Arbeitsteilung zwischen den Vorder- und Hinterbeinen.
Die Hüfte und die Hinterbeine sorgen für neuen Schub und Tempo, während die Vorderbeine das Körpergewicht locker um die Kurve tragen. Die Muskeln, Sehnen und Knochen federn die grosse Kraft ab.
Und selbst in engen Kurven können die Hunde ohne Probleme ihr Tempo standhalten.
Die Schrittgrösse müssen die Hunde in der Kurve auch nicht verringern. Sie drehen einfach ihre Hüfte, strecken den Rücken und der Vortrieb bleibt unverändert.
Vielleicht könnten wir Menschen das auch, wenn wir auf allen Vieren rennen gehen, aber ist das so bequem?















