Meerschweinchen sind gesellige, bewegungsaktive Nager und benötigen mindestens einen Artgenossen. Ihre Ernährung muss rohfaserreich sein und täglich ausreichend
Vitamin C liefern.
Herkunft
Meerschweinchen stammen aus Südamerika. In den peruanischen Anden leben sie in dichten Gras- und Buschlandschaften bis auf etwa 4’500 Meter über Meer. In ihrem Herkunftsgebiet bilden die dämmerungsaktiven Tiere Kolonien von bis zu 50 Tieren.
Verhalten und Besonderheiten
- Meerschweinchen leben sozial und dürfen nicht einzeln gehalten werden.
- Ihre Schneide- und Backenzähne wachsen lebenslang.
- Sie nehmen regelmässig Blinddarmkot auf.
- Sie können Vitamin C nicht selbst im Körper aufbauen und sind deshalb auf eine tägliche Zufuhr angewiesen.
- Meerschweinchen reagieren empfindlich auf Hitze und Schock.
Haltung
- Für zwei Tiere gilt eine gesetzliche Mindestgrundfläche von 0,5 m², beispielsweise 100 × 50 cm. Mehr Platz und täglicher Auslauf sind klar vorzuziehen.
- Das Gehege kann durch eine zweite Ebene ergänzt werden.
- Geeignet sind unter anderem Kleintierstreu aus Holz, Hanf oder Mais, Holzschnitzel und Stroh. Torf ist ungeeignet.
- Alle Tiere benötigen eigene Unterschlüpfe und Versteckmöglichkeiten.
- Eine ganzjährige Freilandhaltung ist mit isolierter Hütte, Schatten sowie ein- und
ausbruchsicherer Gestaltung möglich. - Weichholz und frische Äste dienen als Nagematerial.
- Geeignet sind Paar- oder Gruppenhaltungen, beispielsweise ein Männchen mit mehreren Weibchen oder mehrere früh kastrierte Männchen mit mehreren Weibchen.
- Eine gemeinsame Haltung mit Zwergkaninchen ist nicht unproblematisch. Wenn beide Arten zusammenleben, sollten mindestens zwei Meerschweinchen und zwei Kaninchen gehalten werden.
Ernährung
- Heu ist das Hauptfutter und muss jederzeit verfügbar sein.
- Ergänzend eignen sich Kräuter, Gras, Salate, Gemüse und Früchte.
- Frische Äste unterstützen den Zahnabrieb. Hartes Brot sollte wegen seines hohen Kaloriengehalts nur sehr sparsam angeboten werden.
- Handelsübliche Futtermischungen sollten in der Regel auf maximal ein bis zwei Esslöffel pro Tier und Tag begrenzt werden.
- Vitamin-C-haltiges Futter ist täglich erforderlich.
- Futterumstellungen müssen langsam erfolgen. Bei Grünfutter ist auf mögliche Spritzmittel zu achten.
- Frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.
